Effektive Login-Seite gestalten: Tipps und Fehler, die Sie vermeiden sollten
Eine Website zu gestalten, ist keine einfache Aufgabe. Eine Website ist ein großes Projekt, das aus einer Vielzahl kleiner Entscheidungen besteht, die letztlich bestimmen, wie Ihre Website aussieht. Dabei stehen Sie vor Entscheidungen, die Ihnen beim Besuch anderer Websites wahrscheinlich als selbstverständlich erscheinen.
Eine dieser kleinen Entscheidungen ist das Layout Ihrer Login-Seite.
User Experience bezeichnet das Erlebnis, das eine Person bei der Nutzung eines Produkts wie einer Website hat – und ob es insgesamt angenehm war oder nicht. Ihre Website ist das wichtigste Werkzeug Ihres Unternehmens, und während des Designprozesses sollten Sie das gesamte Projekt aus der Perspektive des Kundenerlebnisses betrachten.
Funktionalität ist auf einer Website enorm wichtig. Technische Probleme, lange Ladezeiten, Schwierigkeiten, das Gesuchte zu finden, und ähnliche Hürden können die User Experience ruinieren. Bei Login-Seiten handelt es sich um besonders interessierte Nutzer: Sie sind entweder bereits Mitglieder oder möchten sich registrieren.
Jedes Element Ihrer Website sollten Sie sorgfältig planen und platzieren. In diesem Artikel sehen wir uns Best Practices für die Planung und Gestaltung Ihrer Website an – und insbesondere Login-Seiten. Wir beginnen mit allgemeinen Best Practices und sprechen dann über das Design von Login-Seiten und darüber, wie man ihren Erfolg misst.
Legen wir los.
Wir beginnen mit Webdesign-Best-Practices, die Sie auf Ihrer gesamten Website beachten sollten. Dazu gehören auch Best Practices für Login-Seiten, damit Nutzer effizient und sicher auf ihre Konten zugreifen können.
1. Halten Sie die Ladezeiten kurz
Wir wollen hier nicht zu technisch werden, aber dieser Punkt muss sein: Nutzer möchten nicht warten, bis Ihre Seite(n) geladen sind. Auf die Backend-Seite gehen wir hier nicht ein – recherchieren Sie kurz, wie Sie Ihre Ladezeiten niedrig halten.
2. Einheitlicher Stil auf allen Seiten
Von den Hauptseiten bis zu den Landingpages sollte Ihre Website ein klar definiertes Theme und einen einheitlichen Stil haben. Dieses stimmige Design sollte sich auch auf die Login-Seite erstrecken, damit alle Berührungspunkte mit Nutzern konsistent bleiben. Wenn Sie ausgehend von Ihrem Logo eine ähnliche Farbgebung auf allen Seiten verwenden, fühlen sich Besucher vertraut und wissen, dass sie am richtigen Ort sind.
3. Halten Sie die Navigation einfach
Überfrachten Sie Ihre Website nicht mit unübersichtlichen Navigationsleisten. Ihre Hauptnavigation sollte nur das Wesentliche enthalten; für Unterseiten können Sie Dropdown-Menüs ergänzen. Das Letzte, was Sie wollen, ist, Ihre Besucher zu überfordern. Machen Sie es ihnen leicht, ans Ziel zu kommen.
4. Ein Call-to-Action (CTA) auf jeder Seite
Mit Calls-to-Action verwandeln Sie Website-Besucher in Kunden. Ziel ist es, Nutzern alles so einfach wie möglich zu machen. Egal, wo sie landen oder wohin sie auf Ihrer Website gehen: Sie sollten immer die Möglichkeit haben, ihre Daten zu hinterlassen und so potenziell zum Kunden zu werden.
5. Halten Sie Inhalte leicht lesbar
Dafür gibt es zahlreiche Wege – aber Nutzer sollten auf Ihren Seiten keinesfalls auf lange Textblöcke stoßen. Sehen wir uns einige Strategien an.
Erstens: Halten Sie Ihre Absätze kurz und prägnant. Teilen Sie Ihren Text in kleinere, leichter verdauliche Abschnitte auf.
Zweitens: Variieren Sie das Format. Ist Ihnen aufgefallen, dass dieser Artikel in nummerierte Abschnitte gegliedert ist? Auch das ist eine wirksame Strategie.
Ebenso ist es sinnvoll, Inhalte in Aufzählungspunkte zu gliedern.
Aufzählungspunkte lassen Ihre Inhalte weniger erschlagend wirken.
Mit Aufzählungspunkten kommen Sie schneller auf den Punkt.
Langweilen Sie Nutzer nicht mit einer Informationsflut!
Der letzte Tipp zu Ihren Seiteninhalten würde hier passen, verdient aber wohl einen eigenen Abschnitt.
6. Setzen Sie auf Multimedia
Nutzen Sie Bilder, Grafiken, Videos, Diagramme, Banner und alles, was Ihnen sonst einfällt, um Ihre Seiteninhalte aufzulockern. Multimedia verleiht Ihrer Seite Persönlichkeit, bindet Ihre Nutzer und sorgt vor allem für Unterhaltung.
7. Nutzen Sie Plugins
Egal, wo Sie hosten: Nutzen Sie Plugins, um Ihre Website um Funktionen zu erweitern. Nehmen wir als Beispiel an, Sie nutzen WordPress.
Sie suchen also nach den besten WordPress-Plugins. Sie betreiben einen Friseursalon und möchten, dass Kunden Termine direkt auf Ihrer Website buchen können – Sie suchen also ein WordPress-Buchungs- bzw. Terminbuchungs-Plugin.
Da haben Sie Glück.
Sie stoßen auf Bookly, ein Plugin für Terminverwaltung. Solche Plugins bieten Ihren Nutzern einen enormen Mehrwert.
Bis hierhin haben wir allgemeine Best Practices für Ihre Website besprochen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Login-Seiten: Tipps und Strategien für ein optimales Design. Dabei ist es wichtig, die häufigsten Fehler beim Gestalten einer Login-Seite zu kennen, um ein reibungsloses Nutzererlebnis zu gewährleisten.
Beim Gestalten müssen Sie Ihre Nutzer stets im Blick behalten. Das haben Sie inzwischen sicher verinnerlicht, aber man kann es nicht oft genug betonen. Buyer Personas zu erstellen, ist im Designprozess äußerst hilfreich.
Damit wir alle vom Gleichen sprechen: Für alle, die sich fragen, was eine Buyer Persona ist, fangen wir dort an.
Eine Buyer Persona ist eine Darstellung Ihres idealen Kunden, die Sie auf Basis von Recherchen und Daten über Ihre Kunden erstellt haben.
Jede Designentscheidung sollte mit Blick auf Ihre Buyer Personas beginnen. Bei Login-Seiten müssen Sie eigentlich zwei Personas berücksichtigen.
Betrachten wir sie einzeln, während wir unser Design entwerfen.
1. Das potenzielle Mitglied
Diese Buyer Persona ist ein neuer Nutzer auf Ihrer Website, der Mitglied werden möchte, aber noch kein Konto hat. Ziel ist es – und das löst die Aufgabe für beide Personas –, klar und einfach erkennbar zu machen, wo man sich anmeldet und wo man sich als Mitglied registriert.
Gestalten Sie diese Optionen deutlich unterschiedlich. Bewährt haben sich zwei getrennte Felder für diese Funktionen in unterschiedlichen Farben. Kennzeichnen Sie die Felder außerdem mit großem, gut lesbarem Text.
Machen Sie es nicht zu kompliziert.
Damit kommen wir zu den Eingabefeldern. Am besten fragen Sie die benötigten Informationen schrittweise ab. Legen Sie zunächst fest, welche Angaben Sie von einem neuen Mitglied unbedingt brauchen.
Idealerweise fragen Sie auf der Hauptseite nur Vor- und Nachname sowie die E-Mail-Adresse ab. Danach leiten Sie den Nutzer auf eine zweite Seite weiter, auf der Sie weitere Angaben zum Abschluss der Registrierung abfragen.
2. Das wiederkehrende Mitglied
Bei dieser Buyer Persona geht es um ein wiederkehrendes Mitglied, das sich einfach so schnell und mühelos wie möglich anmelden möchte. Die Formatierungshinweise von oben gelten natürlich auch hier, aber um das Login-Erlebnis wirklich zu verbessern, ergänzen wir einige Optionen.
Diese Optionen sollen den Vorgang für wiederkehrende Mitglieder besonders einfach und schnell machen. Sehen wir uns einige Möglichkeiten an.
Machen wir es Nutzern zunächst beim nächsten Login leichter. Bieten Sie ein Kontrollkästchen „Angemeldet bleiben“ an. Damit kann Ihre Website die Anmeldedaten dieses Nutzers beim nächsten Besuch auf diesem Gerät automatisch ausfüllen. Diese Nutzer müssen dann nur noch auf die Anmelde-Schaltfläche klicken.
Ganz einfach.
Jetzt erleichtern wir es denen, die ihr Passwort eintippen. Weisen Sie darauf hin, dass bei Passwörtern auf Groß- und Kleinschreibung geachtet wird. Das klingt banal, aber glauben Sie uns: Es hilft beim Anmelden.
Und nun zu den vergesslichen Nutzern, die „Angemeldet bleiben“ nicht angeklickt haben, ein neues Gerät verwenden und/oder sich Passwort und/oder Benutzernamen nicht notiert haben.
Diese Menschen rufen laut: „Hilfe!“
Zwei einfache Schaltflächen lösen all diese Sorgen: „Passwort vergessen“ und „Benutzername vergessen“. Darüber erhalten Nutzer eine Anleitung, mit der sie Passwort und Benutzernamen wiederherstellen oder zurücksetzen und wieder auf ihr Konto zugreifen können.
Profi-Tipp: Zeigen Sie Ihren Nutzern, dass sie Ihnen wichtig sind, und weisen Sie sie darauf hin, „Angemeldet bleiben“ zu aktivieren und/oder ihr Passwort zu notieren, damit das Problem künftig nicht mehr auftritt. Solche proaktive Hilfe schafft Vertrauen und stärkt die Beziehung zu Ihren Nutzern.
Bis hierhin haben wir viel behandelt. Als Nächstes sehen wir uns an, wie wir verfolgen und messen, wie erfolgreich unser Design und unser Seitenaufbau funktionieren. Geben Sie Ihrer Website mindestens 90 Tage, um Daten zu sammeln, und richten Sie dann A/B-Tests ein, um sie kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.
Bevor wir weitermachen, fassen wir kurz zusammen, was wir bisher behandelt haben.
Best Practices für Website-Design
- Sorgen Sie für schnelle Ladezeiten. Nutzer sind nicht gerade geduldig.
- Schaffen Sie einen einheitlichen Stil und ein einheitliches Theme auf Ihrer Website.
- Machen Sie Ihren Nutzern die Navigation leicht.
- Setzen Sie auf jeder Seite CTAs ein.
- Gliedern Sie Ihre Inhalte in verdauliche Abschnitte. Keine langen Absätze!
- Lockern Sie Ihre Seiten mit Multimedia auf und halten Sie sie lebendig.
- Nutzen Sie Plugins, um Ihre Seiten um erweiterte Funktionen zu ergänzen.
Best Practices für Login-Seiten
- Erstellen Sie Buyer Personas und verstehen Sie, wer Ihre Endnutzer sind.
- Machen Sie die Registrierung neuer Mitglieder und die Anmeldung wiederkehrender Mitglieder leicht erkennbar.
- Sorgen Sie dafür, dass beide Vorgänge mühelos und einfach sind. Reduzieren Sie den Aufwand für Nutzer.
- Geben Sie bei beiden Vorgängen Empfehlungen und hilfreiche Tipps, um Nutzern zu zeigen, dass Sie helfen möchten und ihnen ihr Erlebnis wichtig ist.
- Die wichtigste Erkenntnis bisher: Versetzen Sie sich immer in die Lage Ihrer Nutzer. Treffen Sie jede Entscheidung für Ihre Website aus der Perspektive der User Experience. Die User Experience ist König!
Kommen wir nun zum Tracking.
Das Wichtigste zuerst – und nein, das ist keine Werbung für Google: Es gibt schlicht kein besseres Tool für Website-Analysen als Google Analytics.
Richten Sie ein Google-Analytics-Konto ein und absolvieren Sie einen kurzen Online-Kurs, um das Tool optimal nutzen zu können. Google bietet diese Kurse selbst und kostenlos an. Ein vollständiges Google-Analytics-Tutorial gibt es heute also nicht, aber einige allgemeine Tipps, mit denen Sie die besprochene Designarbeit messen können.
1. Legen Sie Geschäftsziele und Zielvorhaben fest
Welche Ziele verfolgt Ihre Website? Viel Traffic, der keinen messbaren Geschäftserfolg bringt, ist Ihre Zeit nicht wert. Legen Sie Ziele fest (also Aktionen, die Besucher auf Ihrer Website ausführen sollen), und richten Sie sie in Ihrem Analytics-Konto als Zielvorhaben ein.
2. Beobachten Sie die Suchbegriffe Ihrer Nutzer
Ehrlicherweise müssen Sie dafür ein Google-Search-Console-Konto anlegen und verknüpfen. Das ist kostenlos und einfach, und die Google-Hilfe erklärt Ihnen, wie es schnell geht. Danach sehen Sie, über welche Suchanfragen Nutzer auf Ihre Website gelangen. Nutzen Sie diese Daten, um Ihre SEO-Strategie laufend anzupassen und zu verfeinern.
3. Nutzen Sie das Tool „Page Analytics“
Mit diesem Tool erkennen Sie, welche Stellen auf jeder Seite die meisten Klicks und die meiste Aufmerksamkeit erhalten. So sehen Sie, was auf Ihren Seiten funktioniert und was nicht. Bei Login-Seiten können das wertvolle Daten sein.
4. A/B-Tests
Bei Seiten, die hinter den Erwartungen zurückbleiben, probieren Sie Änderungen aus und testen neue Strategien im direkten Vergleich. Erfassen Sie die Daten und nehmen Sie laufend die nötigen Anpassungen vor. Websites sind lebendige Organismen, die ständige Aufmerksamkeit brauchen.
Wir hoffen, dieser Artikel war hilfreich. Design ist ein umfangreiches Thema und ein Prozess, der nie abgeschlossen ist. Diese Best Practices helfen Ihnen beim Gestalten, Erstellen, Umsetzen und Beobachten Ihrer Website. Viel Erfolg!
Bookly FAQ
Welche Fehler sollte man auf einer Login-Seite vermeiden?
Zu viele Felder anzeigen, bevor der Nutzer überhaupt weiß, wo er anfangen soll. Avatar, Sicherheitsfrage und Telefonnummer auf einmal abfragen und dann noch ein verstecktes CAPTCHA anhängen – das ist ein Rezept für Abbrüche. Vermeiden Sie Überladung. Verwenden Sie klare Bezeichnungen: „E-Mail“ statt „Benutzerkennung“. Erzwingen Sie nicht bei jeder Anmeldung ein neues Passwort. Passwörter mit 16 Zeichen, Sonderzeichen, Groß- und Kleinbuchstaben und Emojis mögen sicher klingen, frustrieren aber mehr, als sie schützen. Und verstecken Sie „Passwort vergessen“ bitte nicht in winziger grauer Schrift ganz unten. Wenn Nutzer den Link nicht sehen, springen sie einfach ab.
Wie gestalte ich eine nutzerfreundliche Login-Seite?
Setzen Sie konsequent auf Einfachheit: ein einziges Formular mit zwei Feldern – E-Mail und Passwort – mittig auf dem Bildschirm. Große, gut antippbare Schaltflächen für Mobilnutzer. Bieten Sie einen Schalter „Passwort anzeigen“, damit sich niemand im Dunkeln vertippt. Platzieren Sie einen gut sichtbaren Link „Passwort vergessen“ direkt unter dem Feld.
Wenn Sie Social Login oder Single Sign-on anbieten, platzieren Sie diese Schaltflächen nach dem Hauptformular, getrennt durch eine Linie und einen dezenten Hinweis „oder weiter mit“. Formulieren Sie Fehlermeldungen höflich und präzise: „Diese E-Mail-Adresse ist bei uns nicht registriert“ ist besser als „Anmeldung fehlgeschlagen“. Verwenden Sie schließlich vertraute Schriften, die Farbpalette Ihrer Marke und großzügigen Weißraum, damit nichts gedrängt wirkt. So setzen Sie den Kern der Best Practices für Login-Seiten um und erhalten eine solide Vorlage für Ihr Login-Design.
Was macht eine Login-Seite sicher und effektiv?
SSL-Verschlüsselung ist Pflicht. Ihre URL sollte mit HTTPS beginnen, und das Schloss-Symbol sollte gut sichtbar sein. Begrenzen Sie die Zahl der Anmeldeversuche, damit Bots nicht den ganzen Tag Passwörter durchprobieren können. Bieten Sie Zwei-Faktor-Optionen an – per SMS, E-Mail oder Authenticator-App –, um Nutzern eine zusätzliche Schutzebene zu geben. Speichern Sie Passwörter auf dem Server als gesalzene Hashes. Protokollieren Sie im Hintergrund fehlgeschlagene Anmeldeversuche zur Überwachung. Überschütten Sie Nutzer aber nicht mit Fachjargon. Kommunizieren Sie Sicherheit verständlich: „Wir schützen Ihre Daten mit branchenüblicher Verschlüsselung.“ Das beruhigt Nutzer und entspricht den Best Practices für sichere und klare Login-Seiten.
Wie kann ein schlechtes Login-Design die Nutzerbindung beeinträchtigen?
Wer sich nicht schnell anmelden kann, geht. Jeder zusätzliche Klick und jede verwirrende Fehlermeldung schreckt ab. Hürden bei der Anmeldung fühlen sich an wie eine verschlossene Tür, wenn man hinein möchte. Frustrierte Nutzer brechen Käufe ab, verpassen Neuigkeiten und wandern zu Mitbewerbern ab, deren Türen offen stehen. Der E-Mail-Newsletter, in den Sie so viel Arbeit gesteckt haben? Nie gelesen. Der Verkauf, den Sie abschließen wollten? Weg. Kurz gesagt: Eine umständliche Login-Seite ist ein löchriger Eimer. Ein reibungsloser Zugang entspricht den Best Practices für Login-Seiten und sorgt dafür, dass Nutzer immer wiederkommen.