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Antwort auf COVID-19: Krisenleitfaden für kleine Unternehmen

Antwort auf COVID-19: Krisenleitfaden für kleine Unternehmen

COVID-19 (Coronavirus) ist die einschneidendste Krise, die die Geschäftswelt je erlebt hat. Die Folgen für kleine Unternehmen weltweit waren verheerend. Laut Statistik gehörten durch COVID-19 eingebrochene Umsätze im vergangenen Jahr zu den größten Problemen von Kleinunternehmern.

Mit weltweiten Lockdowns sowie Reise- und sogar Kurierbeschränkungen hat das vergangene Jahr die Branche vor bisher unvorstellbare Herausforderungen gestellt. Ob Sie als Unternehmer die Pandemie überstanden haben oder ein neues Vorhaben planen: Dieser Leitfaden zum Krisenmanagement hilft Ihnen, mit COVID-19 und ähnlichen Situationen umzugehen, die die Zukunft bereithalten mag.

Wie kleine Unternehmen in einer von COVID-19 geprägten Welt wieder öffnen können

Was COVID-19 so schwer beherrschbar macht: Die Pandemie trifft verschiedene Unternehmen auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Ausmaß. Ein Unternehmen an einem Standort mit vielen COVID-19-Fällen wurde womöglich schwer getroffen, während ein gleich großes Unternehmen derselben Branche anderswo weniger betroffen war.

Manche Unternehmen konnten im vergangenen Jahr mit reduzierter Kapazität weiterarbeiten, andere mussten den Betrieb ganz einstellen. Wenn Ihr Unternehmen von COVID-19 betroffen ist und Sie herausfinden möchten, wann und wie Sie wieder voll öffnen, sollten Sie diese Faktoren berücksichtigen:

Die Vorgaben der Behörden

Wenn Ihr Geschäftsbetrieb von behördlichen Corona-Verordnungen betroffen ist, finden Sie in den Leitlinien zur Wiedereröffnung von Unternehmen der U.S. Chamber of Commerce für jeden Bundesstaat Informationen über aktuelle und künftige COVID-19-Regeln für Ihre Region.

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) verlangen, dass Ihr Unternehmen vor einer Wiedereröffnung folgende Kriterien erfüllt:

  • Das COVID-19-Risiko in Ihrer Gemeinde muss niedrig sein.
  • Die Wiedereröffnung entspricht den Anordnungen der Landes- und Kommunalbehörden.
  • Sie haben die nötigen Maßnahmen ergriffen, um Ihre Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen.

Das Infektionsgeschehen in Ihrer Region

COVID-19 hat sich als schwer auszurotten erwiesen: Viele Länder erlebten nach der Wiedereröffnung der Unternehmen neue Infektionswellen. Selbst wenn die Fallzahlen in Ihrer Region gesunken sind, kann ein künftiger Anstieg Ihren Geschäftsalltag und Ihre Umsätze beeinträchtigen.

Die Art Ihres Unternehmens

Unternehmen, die ganz oder teilweise online tätig waren, konnten meist in unterschiedlichem Umfang weiterarbeiten. Am härtesten getroffen hat COVID-19 dagegen stationäre Unternehmen ohne Möglichkeit zum Onlineverkauf.

Wenn Ihr Unternehmen kaum oder gar nicht online verkaufen kann, sollten Sie sich auf künftige Probleme vorbereiten: Halten Sie grundlegende Sicherheits- und Hygieneregeln ein und sorgen Sie dafür, dass in Ihren Räumen die Mindestabstände (mindestens sechs Fuß, also rund 1,8 Meter, zwischen Personen) eingehalten werden können.

Tipps zum Krisenmanagement in der COVID-19-Pandemie

Ob Sie Ihr Geschäft während der andauernden Pandemie normal weiterführen oder nach einer Zwangspause wieder öffnen möchten – diese Tipps helfen, dass Ihr Unternehmen für alle Beteiligten sicher und profitabel bleibt:

1. Die am stärksten von COVID-19 betroffenen Geschäftsbereiche ermitteln

Die am stärksten von COVID-19 betroffenen Geschäftsbereiche ermitteln

Ermitteln Sie die Geschäftsbereiche, die COVID-19 am härtesten getroffen hat, damit Sie nach alternativen Wegen suchen können. Besitzen Sie zum Beispiel ein Restaurant und sind Ihre Umsätze eingebrochen, weil weniger Gäste kamen oder viele beim Bestellen von Essen verunsichert waren, können Sie gegensteuern: Schaffen Sie mehr Platz, verbessern Sie Ihre Online-Speisekarte und Ihren Lieferservice und machen Sie die Hygieneregeln bei Zubereitung und Lieferung bekannt.

2. Sicherheitsrichtlinien einhalten

Die CDC haben strenge Richtlinien für verschiedene Branchen erlassen, darunter Bildungs- und Gesundheitswesen, Tierarztpraxen und mehr. Wenn Sie diese Richtlinien einhalten, vermeiden Sie rechtliche Probleme und verringern das Risiko, COVID-19 zu verbreiten. Sie können außerdem damit werben, dass Ihr Unternehmen die COVID-19-Richtlinien der CDC einhält, und so Vertrauen aufbauen.

Die American Industrial Hygiene Association (AIHA) hat die Initiative „Back to Work Safety“ für Unternehmen wie Fitnessstudios, Restaurants, Salons und andere ins Leben gerufen. Passen Sie Ihren Geschäftsalltag an diese Richtlinien an.

Die American Industrial Hygiene Association (AIHA) hat die Initiative „Back to Work Safety“ für Unternehmen wie Fitnessstudios, Restaurants, Salons und andere ins Leben gerufen. Passen Sie Ihren Geschäftsalltag an diese Richtlinien an.

3. Konjunkturpakete und andere finanzielle Hilfen

Konjunkturpakete und andere finanzielle Hilfen

Das neue Konjunkturpaket der Regierung soll von COVID-19 betroffenen Unternehmen branchenübergreifend erheblich helfen. Wenn Sie finanzielle Unterstützung für Ausgaben wie Nebenkosten und Miete brauchen, prüfen Sie, ob Sie Anspruch auf bestehende Hilfen der Bundesstaaten und des Bundes haben – etwa auf Katastrophenhilfedarlehen der U.S. Small Business Administration oder die Steuergutschrift zur Mitarbeiterbindung nach dem Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act (CARES Act).

4. Online-Präsenz verbessern

Erstellen Sie eine Website für Ihr kleines Unternehmen, falls Sie noch keine haben. Hat Ihr Unternehmen nur eine einfache Website, über die sich nichts verkaufen lässt, sollten Sie sie ausbauen, damit Ihre Kunden Ihre Leistungen bei künftigen Lockdowns online kaufen können.

Social Media ist einer der besten Wege, die Online-Reichweite Ihres Unternehmens zu erhöhen. Wenn Sie Kanäle wie Facebook, Instagram und YouTube noch nicht nutzen, legen Sie eigene Seiten für Ihr Unternehmen an. Über soziale Medien bleiben Sie mit Ihren Kunden in Kontakt, selbst wenn Sie Ihre Leistungen gerade nicht anbieten können.

Verwenden Sie auf Ihrer Website und in Social-Media-Beiträgen passende lokale Keywords, um Ihre Zielgruppe zu erreichen. Der Keyword-Planer von Google Ads ist ein praktisches Tool, um lokale Keywords zu finden. Google Trends ist ein weiteres wertvolles Recherchetool, das Ihnen zeigt, welche Suchbegriffe in einem bestimmten Zeitraum gefragt sind.

5. Gute Kommunikation mit Partnern, Mitarbeitern und Kunden pflegen

Bleiben Sie in ständigem Kontakt mit Ihren Partnern und Mitarbeitern und informieren Sie sie über die aktuelle Lage und Ihre Pläne. Das Feedback Ihrer Mitarbeiter zu Führung und Arbeitsabläufen hilft Ihnen, sich besser auf künftige Krisen einzustellen. Hat COVID-19 die Lieferung angenommener Bestellungen beeinträchtigt, informieren Sie Ihre Kunden über die Situation und bieten Sie eine Stornierung oder Erstattung an.

6. Marketingstrategie überarbeiten

Ihre Marketingstrategie aus der Zeit vor COVID-19 ist im aktuellen Geschäftsumfeld womöglich völlig nutzlos. Schauen Sie sich an, wie Branchenriesen und lokale Mitbewerber ihre Marketingkampagnen gestalten. Ermitteln Sie die Maßnahmen, die bei ihnen funktionieren und die Sie für Ihr eigenes Unternehmen nutzen können.

Entwickeln Sie Ihre neue Marketingstrategie auf Basis der aktuellen, sich wandelnden Bedürfnisse Ihrer Kunden. Überlegen Sie, ob Ihre Kunden Sicherheit oder Belege dafür brauchen, dass Ihre Produkte und Leistungen unbedenklich sind. Haben sich Ihre Preise geändert, sollten Sie das in Ihren neuen Werbemitteln hervorheben.

Halten Sie Ihre Kunden über regelmäßige E-Mails und Nachrichten sowie Updates auf Ihren Social-Media-Kanälen über Ihren Status und Ihre Pläne zur Wiedereröffnung auf dem Laufenden. Ändert sich Ihr Zeitplan für die Wiedereröffnung, informieren Sie Ihre Kunden darüber.

Ein letzter Tipp: Planen Sie eine Wiedereröffnung mit Paukenschlag. Es muss nichts Großes sein – kleine Rabatte, ein paar neue Produkte oder Leistungen, sogar ein neues Banner können die Wiedereröffnung zu einem besonderen Ereignis machen, die Aufmerksamkeit der Kunden zurückgewinnen und Ihren Umsatz ankurbeln.