Online-Buchungssystem für die Website eines Cafés
Die Gastronomie ist ein hartes Pflaster. Die Ausfallquote schwankt zwar von Studie zu Studie und wird oft stark übertrieben, doch man kann sagen, dass über 50 % der Restaurants in den ersten drei Jahren scheitern. Für Gastro-Start-ups – wie eigentlich für jedes Unternehmen – zählt also jeder einzelne Gast.
Für Restaurants und Cafés ist ein voller Gastraum überlebenswichtig. Es gibt kein festes Verhältnis zwischen spontanen Gästen und Reservierungen, aber mehr Reservierungen sind immer willkommen und gut fürs Geschäft.
Je nach Quelle enden 10–25 % der Reservierungen als No-Shows, deren Plätze spontane Gäste füllen müssen. Am besten sichern Sie sich also ab und füllen Ihre Tische mit Reservierungen, sodass spontane Gäste die No-Shows ausgleichen.
Wir kennen nun den Wert eines Online-Reservierungssystems in der Gastronomie – sehen wir uns das Ganze jetzt praktisch an.
Als Unternehmer, der ein brandneues Café eröffnen möchte, sollten Sie Ihr Café gezielt bei hungrigen potenziellen Gästen ins Gespräch bringen. Dazu müssen Sie Gäste auf Ihr Lokal aufmerksam machen und ihr Interesse so weit wecken, dass am Ende eine Reservierung und schließlich ein voller Tisch steht.
Dieser Artikel ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie sich im Internet richtig positionieren – angefangen bei der eigenen Website. Sie erfahren, wie Sie mit Suchmaschinenoptimierung Gäste gewinnen. Zum Schluss stellen wir Ihnen das Website-Plugin Bookly vor, mit dem Sie die Reservierungen Ihres Cafés annehmen, verwalten und automatisieren.
Legen wir los!
1. Hosting-Plattform für Ihre Website wählen
Für das Hosting Ihrer Website gibt es heute mehr als genug Optionen. Man könnte einen ganzen Artikel darüber schreiben, welche Vor- und Nachteile jede einzelne oder zumindest eine Handvoll davon hat – aber darum geht es hier nicht.
Das ist zwar Geschmackssache, doch WordPress gilt wohl weithin als die beste Lösung. Um es einfach zu halten und beim Thema zu bleiben, wählen wir für diesen Artikel WordPress.
Das wäre also geklärt.
2. WordPress-Konto erstellen
Rufen Sie WordPress auf und erstellen Sie ein kostenloses Konto. Nun können Sie sich anmelden, sich die Optionen ansehen und überlegen, wie Sie Ihre Website aufbauen möchten.
Wichtig: WordPress ist zunächst kostenlos, folgt aber dem Freemium-Modell. Für alle, die den Begriff nicht kennen: Bei diesem Geschäftsmodell gibt es sowohl eine kostenlose als auch eine Premium-Version.
Die kostenlose Version gibt Nutzern einen Vorgeschmack auf die Plattform, schränkt aber die meisten der besten Funktionen ein, die erst nach einem Upgrade verfügbar sind.
Welchen Weg Sie wählen, entscheiden letztlich Sie – hier aber ein Rat.
Wenn Sie einen Blog oder etwas Ähnliches starten, reicht die kostenlose Version völlig aus. Als angehender Gastronom sollten Sie aber in Ihre Website investieren. Im digitalen Zeitalter des E-Commerce ist Ihre Website Ihr digitales Schaufenster – und so sollten Sie sie auch behandeln.
Glauben Sie uns: Diese Investition lohnt sich. Für diesen Artikel gehen wir wieder davon aus, dass Sie unserer Empfehlung gefolgt sind und nun Premium-Mitglied bei WordPress mit allen Website-Funktionen sind.
3. Website gestalten und erstellen
Nun entwerfen Sie, wie Ihre Website aussehen soll. Seien Sie dabei kreativ, aber behalten Sie Ihr Geschäft im Blick. Woran ich auch arbeite, ich stelle mir immer eine wichtige Frage: Welches messbare Geschäftsziel verfolge ich hier?
Bei der Website für Ihr Café sollte das Ziel sein, Gäste in Ihr Lokal zu holen. Ihr Design, die Nutzerführung auf Ihrer Website und alle Calls-to-Action sollten darauf ausgerichtet sein, Ihre Stühle zu füllen.
Wie sieht das konkret aus?
Aus Sicht von Vertrieb und Marketing gibt es eine gute Faustregel: Konzentrieren Sie sich darauf, was Ihre Gäste bekommen, nicht auf Ihre Vorgeschichte. Natürlich möchten Sie als Unternehmen Persönlichkeit zeigen und Emotionen wecken, die potenzielle Gäste anziehen. Dafür gibt es aber viele Wege ohne lange Seiten wie „Über uns“ oder „Unsere Geschichte“.
Sie betreiben ein Café – was möchten die Leute also sehen? Ihre Speisekarte. Fotos von Speisen und Ihrem Lokal. Bewertungen auf unabhängigen Plattformen. Und ein Online-Buchungssystem.
Sorgen Sie für eine übersichtliche, gut lesbare Speisekarte, durch die man leicht navigieren kann. Zeigen Sie Fotos von Ihrem Restaurant, Ihren Speisen sowie von Ihnen im Umgang mit Ihren Gästen, auf denen auch Lokal und Speisen zu sehen sind. Verlinken Sie schließlich Plattformen wie Google, Yelp und Tripadvisor, damit Besucher unabhängige Bewertungen leicht finden.
Außerdem ist es eine gute Idee, eine Seite mit Besprechungen Ihres Restaurants in großen Publikationen einzurichten.
Und schließlich: Starten Sie einen Blog. Dazu gleich mehr.
Zum Abschluss der Gestaltung: Bieten Sie auf jeder Seite eine einfache Möglichkeit, einen Tisch zu reservieren. Das Letzte, was Sie wollen, ist, dass interessierte Gäste frustriert nach der Buchungsmöglichkeit suchen, schließlich aufgeben und gehen. Machen Sie das Buchen überall auf Ihrer Website einfach.
Mit all dem im Hinterkopf erstellen Sie nun eine Website, die zeigt, wer Sie sind und welches Erlebnis Ihre Gäste erwartet.
Danach geht es an das Backend und an SEO-Strategien für Ihre Website.
4. SEO-Strategie entwickeln
SEO-Strategien bringen Ihre Website vor die Augen Ihrer Gäste – unterschätzen Sie ihren Wert nicht.
Hier kommt der Blog ins Spiel. Halten Sie Ihre Inhalte aktuell und zeigen Sie Ihren Gästen, dass Sie nicht nur Café-Betreiber sind, sondern Vorreiter der Gastronomie, die alle Trends verfolgen und Innovationen vorantreiben. Glauben Sie mir, das funktioniert.
Die Website steht also, und der Traffic kann kommen.
Wie kommen wir nun an die so wichtigen Reservierungen?
5. Bookly-Plugin hinzufügen
Zum Glück hat WordPress genau die richtige Antwort darauf. Bookly ist das WordPress-Buchungs-Plugin Nummer 1, mit dem Sie ganz einfach Reservierungen für Ihr Café annehmen.
Für Gäste ist die Eingabe einfach, und im Adminbereich nehmen Restaurantbesitzer Buchungen bequem an, verwalten sie und halten ihren Gastraum voll. Mit SMS- und E-Mail-Benachrichtigungen macht das Plugin die Buchung für beide Seiten einfach und effektiv.
Bookly gibt es kostenlos und als Premium-Version – doch wie beim WordPress-Buchungskalender lohnt sich diese Investition.
Ein Café oder Restaurant zu eröffnen, ist nicht einfach, doch mit der richtigen Planung und dem nötigen Fokus kann es eine der lohnendsten Entscheidungen Ihres Lebens sein. Hier noch einmal die Schritte im Überblick:
- WordPress-Konto erstellen
- Website-Layout entwerfen
- Eine gästeorientierte Website erstellen
- Eine starke SEO-Strategie umsetzen
- Bookly auf jeder Seite einbinden, damit Reservierungen im Mittelpunkt Ihrer Website stehen
Mit dieser Strategie sollte Ihr Restaurant gut starten und Ihr Café sich füllen.